Im Test: ZTE Blade v8 mit 32 GB und Dual SIM Einsteiger Smartphone mit Dual-Kamera

Das ZTE Blade V8 ist die beste Wahl für Bokeh-Fotos und aufregende 3D-Aufnahmen. Das Smartphone verfügt über ein 5.2 Zoll Display und liegt dank 2.5D Curved Edge Screen hervorragend in der Hand.

ZTE Blade v8 – Einleitung

Mit dem Blade v8 stellt ZTE ein Smartphone mit tollen Extras für die „Mittelklasse“ vor. Mit dem 5,2″ HD Display und der starken Dual-Kamera möchte ZTE in diesem Sektor überzeugen. Es ist mittlerweile ein sehr großer Trend der Hersteller geworden die Dual-Kameras in Ihre Geräte zu integrieren. Ob nun auch ZTE damit überzeugt, erfahrt Ihr in unserem Testbericht.

Die Verpackung – Unboxing

Eigentlich wollte ich auch wie Daniel ein Unboxing als Video machen, aber irgendwie will meine GoPro nicht so wie ich will. Damit Ihr aber nicht auf die Fakten verzichten müsst – nur weil bei uns die Technik auch mal versagt – bekommt Ihr dies von mir heute mit Hilfe von Bildern dargestellt.

Die Verpackung selbst ist in einem schlichten Schwarz-Blau gehalten, hat jedoch ein ganz spezielles Extra. ZTE möchte mit diesem Smartphone den Neueinsteigern die Welt der Virtual Reality näher bringen und gestaltete die Verpackung so, dass diese mit ein paar wenigen Handgriffen zu einer VR-Brille „verwandelt“ werden kann. In der Verpackung selbst finden wir die üblichen Inhalte. Natürlich das Smartphone selbst, die Bedienungsanleitung, einen Garantieschein, ein Headset sowie das Ladegerät und die Nadel für den SIM-Karteneinschub.

Wer einen USB Type C Port sucht wird hier leider enttäuscht, Das ZTE Blade v8 ist mit dem „normalen“ Micro USB ausgestattet. Das ZTE Blade v8 liegt angenehm in der Hand und überzeugt durch sein schlichtes unauffälliges aber edles Design. Der seitliche Power-Button ist perforiert, was das Ertasten im Dunkeln sehr vereinfacht.  Das Gewicht von circa 142 Gramm ist genau richtig und man spürt sofort die sehr saubere Verarbeitung des Gehäuses.

Der Benchmark-Test

Für viele User sehr wichtig und daher gleich zu Begin: der Benchmark-Test. Ich verwende dafür immer Antutu Benchmark sowie Geekbench 4. Die resultierenden Werte sind bei einem Mittelklasse-Smartphone logischerweise nicht in den „oberen Reihen“ zu finden, können sich aber sehen lassen.

Der leistungsstarke Qualcomm Snapdragon 435 Octa-Core Prozessor mit 1,4GHz sowie der Speicher von 3GByte (RAM) überzeugen bei der alltäglichen Benutzung und erlauben auch flüssiges Multimedia und Spiele bis zu einem bestimmten Level an 3D-Grafik. Wer Antutu Benchmark kennt, weiß das dabei ein 3D-Video abgespielt wird. Dieses nehme ich immer als Grundlage. Im Bereich „Garden“ merkt man deutlich, dass zwar die 3GByte Speicher ausreichend sind, es jedoch eindeutig an Prozessorleistung fehlt – etwas ruckeln und sogar ein Audio-Abbruch waren hier die Folge. Bitte beachtet aber, dass selbst hochwertige Smartphones Probleme mit diesem Test haben. Für die Ausstattung des ZTE Blade v8 war das Ergebnis hier trotzdem überraschend gut.

Die technischen Daten

BetriebssystemAndroid 7.0
ProzessorQualcomm Snapdragon 435 Octa-Core
Prozessor-Taktfrequenz4x 1.4 GHz, 4x 1.1 GHz
Speicherkapazität32GByte
Steckplatz für SpeicherkartenJa
SpeicherkartenformatMicro-SD
Arbeitsspeicher-Größe3 GByte
SensorenBeschleunigungssensor, Näherungssensor, Umgebungslichtsensor, Hall-Sensor, eKompass, Gyroskop, Fingerabdrucksensor
Maximale Speicherkartenkapazität128 GB (microSD)
SIM-card sizeNano-SIM (4FF), Nano-SIM (4FF)
Displaydiagonale (cm)13.21 cm
Displaydiagonale (Zoll)5.2 Zoll
Auflösung (HxB)1.080 x 1.920 Pixel
Curved displayJa
Kameraauflösung13 Mpixel
RückkameraDual-Cam
Front-Kamera13MPixel
Digitaler Zoom4-fach
AutofokusJa
Integrierter BlitzJa
Videoauflösung1080p
HD-VideoaufnahmeJa
FunktionenSprachwahl, Geo-Tagging, Gesichtserkennung, Fingerprintsensor, MP3-Player, UKW-Radio, integriertes GPS-Modul, Notruf-Funktion,Dual SIM:
Audio WiedergabeformateMP3, AAC, FLAC, Ogg
3G UnterstützungJa
HSDPA (High Speed Downlink Packet Access)Ja
HSUPA (High Speed Uplink Packet Access)Ja
LTEJa
BandLTE: B1 / B3 / B5 / B7 / B8 / B20
UMTS: B1 / B5 / B8
GSM: B2 / B3 / B5 / B8
Anschlüsse1x Micro-USB, 1x 3.5 mm Klinke
Bluetooth4.1
Kabellose SchnittstellenWLAN, Bluetooth
Gewicht141.6 g
Sprechzeit / Stand-by Zeitbis zu 19 Std / bis zu 450 Std
Akku-Kapazität2730 mAh
Akku austauschbarNein
Besondere MerkmaleBokeh-Aufnahmen, Dual-Kamera, 3D Fotos
LieferumfangHandy (inkl. Akku), Stereokopfhörer, Netzteil, USB-Kabel, Garantiekarte, Kurzanleitung, SIM-Nadel

Das Display

An dieser Stelle war ich wirklich sehr überrascht. Das 5,2″ HD Display überzeugt mit einer gestochen scharfen Oberfläche und selbst das Betrachten von einem sehr schrägen seitlichen Winkel lies alle Details auf dem Display erkennen. Der kapazitive Touchscreen reagierte erfreulich gut auf Wischgesten und Toucheingaben. Manchmal aber auch zu gut, da ein versehentliches „Antippen“ von Elementen fast Tagesordnung waren. Wenn man dieses Smartphone jedoch ständig nutzt hat man sich nach 1-2 Tagen darauf eingestellt und schafft es problemlos das Gerät zu bedienen ohne versehentlich etwas anzuklicken.

ZTE Blade v8 Display

Das Display mit IPS-Technik hat eine FullHD-Auflösung von 1920*1080 Pixeln, welche dadurch eine Bildpunktdichte von scharfen 423 Pixeln pro Zoll ermöglicht und liegt mit einer Helligkeit von 560cd/m² im Durchschnitt der Smartphones der Mittelklasse. Es wurde Corning Gorilla Glas 3 verwendet und die abgerundeten Kanten sind sehr angenehm bei der Handhabung.

Der Akku

Der Hersteller hat eine Kapazität von  2730 mAh mit 19 Stunden Sprechzeit und 450 Stunden Standby angegeben. Bei meiner „normalen“ beruflichen Nutzung kam ich in etwa auf diese Werte. Jedoch am Wochenende, wo die Nutzung doch etwas stärker ist ( durch soziale Netzwerke, ein klein wenig Spielen sowie Mediaverwendung ) war ich gezwungen das ZTE schon nach etwa 6 Stunden wieder an das Ladegerät anzuschließen. An dieser Stelle hilft jedoch der integrierte Akku-Manager, welcher die Laufzeit beträchtlich verlängern kann ( je nach Einstellung ). Mit aktiviertem Akkumanager erreichte ich mit der „Powerbenutzung“ eine Laufzeit von 12,5 Stunden mit circa 4 Stunden angeschaltetem Display.

Auf eine Schnell-Ladefunktion wurde bei diesem Smartphone leider verzichtet, so dass das Aufladen von 0 auf 100 Prozent zwischen drei bis vier Stunden in Anspruch nimmt.

 

Das Highlight – Die Kamera

WOW! So etwas habe ich bei einem Mittelklasse-Smartphone nicht erwartet. Die Dual-Kamera überzeugte schon auf den ersten Blick. Ungewohnt viele Einstellungen und Filter lassen das Herz der Smartphone-Hobbyfotografen höher schlagen. Der minimale Abstand zu einem Objekt beträgt hier nur 3cm! Die Filter sind in „Realtime“ zu nutzen und überzeugen auf ganzer Linie. Der 4fache Zoom ist nur bedingt einsetzbar, da dieser die Bilder ein klein wenig verpixeln lies.

Die rückwärtige Kamera mit 13MPixel wird durch eine zweite Kamera mit 2Mpixel unterstützt und ermöglicht so einen Bokeh-Effekt indem die zweite Kamera eine Tiefenunschärfe für das Foto erzeugt.

Selbst das Erstellen von 3D-Bildern gelingt hier den Neueinsteigern. Die 3D-Bilder sind hierbei auf die Nutzung mit der mitgelieferten VR-Brille bezogen, wie Ihr anhand der Bilder erkennen könnt.  Besonders überzeugt hat mich bei der Kamera die Zeitlupen-Funktion. Die Frontkamera mit 13 MPixel lässt für Selfie-„Suchti’s“ keine Wünsche offen. Lediglich bei Nacht konnte die Kamera nicht vollständig überzeugen, hier ist eine zusätzliche Lichtquelle fast immer nötig.

Ein weiteres Highlight – Der Fingerabrucksensor

Auf dieses Detail ist ZTE laut eigener Aussage besonders stolz. Dieser wurde bei dem ZTE Blade v8 wie bei Apple in den vorderen Home-Button eingebaut und mit einer 360°-Entsperrung versehen. Mit einer Reaktionszeit von nur 0,3 Sekunden ist ZTE hier ein starker Pluspunkt gelungen.

Fingerabdrucksensor

In meinen Tests konnte ich den Finger auflegen wie ich wollte, der Sensor erkannt mich immer, war wirklich extrem schnell und es gab keinerlei Aussetzer

Die Oberfläche

Bei dem hauseigenen Launcher ist mit Sicherheit noch Nachholebedarf vorhanden. Standardfunktionen und nicht einmal ein Appdrawer sind hier vorhanden. Wer zusätzliche Funktionen wünscht, ist auf einen Drittanbieter angewiesen. Allerdings gibt es auch Abstriche, wenn man zu einem anderen Launcher wechselt: Apps wie der Taschenrechner waren in meinem Test mit dem Nova Launcher schlicht und einfach nicht verfügbar, so das ich auch an dieser Stelle auf zusätzliche Apps ausweichen musste.

Der Standardlauncher ist trotzdem sehr übersichtlich und rundet eigentlich das edle Design des ZTE Blade v8 ab. Flüssige Animationen, schnelle Reaktionen und eine einfache Bedienung. Ebenso ist ein hauseigenes Theme-System integriert, welches die Veränderung der Oberfläche ermöglicht.

Konnektivität

Soweit es in dem genutzten Bereich vorhanden war, funktionierte LTE tadellos. Selbst in Gebieten mit geringer Netzabdeckung hatte ich mindestens zwei Balken. Bei dem WLAN war ein Verbinden meiner beiden Router sowie meines WLAN Repeater ohne Abbrüche problemlos möglich – verwendet wurde hier ein 1&1 Fritzbox Router, ein Asus RT-AC53 sowie ein Repeater von TP-Link. Das GPS-Signal bei der Routenplanung mit Google Maps war ziemlich genau, an dieser Stelle hatte ich eine Abweichung von etwa 2 – 5 Meter.

Das Bluetooth-Headset sowie die CAR-Hifi-Anlage ließen sich ebenfalls problemlos verbinden, ohne Abbrüche und in klarer Qualität. Bei dem Abspielen des Sounds über einen Bluetooth-Lautsprecher war eine Verzögerung von ca 0,5 Sekunden (Bild/Ton) annehmbar.

Multimedia

Für diesen Test verwendete ich einen Vidon-Mediaserver, Youtube, Spotify sowie einen Google Chromecast Ultra. Während die Wiedergabe von Youtube und Spotify ohne Abbrüche problemlos lief, hatte ich jedoch mit dem Mediaserver und dem Google Chromecast Ultra kleinere Probleme. Bei Vidon wurden die Videos nicht richtig gebuffert, so dass es ab und zu zu einem „Warten“ währen des Anschauens kam. Der Google Chromecast lief bei den Übertragungen des Displays oder auch dem Anschauen von Videos optimal, jedoch bei Gaming brach ständig die Verbindung zum Gerät ab, trotz nur 2 Meter Abstand.

Der integrierte Videoplayer lieferte eine gestochen scharfe Wiedergabe. Das integrierte Dolby-Soundsystem überzeugte mich nur bedingt. Die Lautstärke war zwar in Ordnung, jedoch fehlten die tiefen Töne – es wirkte alles ein wenig blechern. Bei voller Lautstärke „überschlug“ sich der Sound ein wenig. Das Sourround-Gefühlt stellte sich bei mir auch nicht ein, allerdings ist für diesen Preissektor die Qualität und Ausführung als annehmbar zu bezeichnen.

Preis & Verfügbarkeit

Das ZTE Blade v8 ist seit Anfang März für durchschnittlich 270,00 € bei Saturn oder Mediamarkt verfügbar. Es wird in den Farben Grau und Gold mit 32Gbyte internen Speicher angeboten.

Noch ein kleiner Tip

Mir persönlich ist es schon oft aufgefallen, das Geräte mit Fingerabdrucksensor leichte Probleme mit Android 7 haben. Bei dem Testgerät kam dies in 14 Tagen glücklicherweise nie vor, sollte aber einmal das Gerät bei Euch ins Stocken geraten, legt kurz den Finger auf den Sensor und schon funktioniert alles wie gewohnt. Da dieses Problem bei diesem Gerät nie auftrat, hat ZTE hier anscheinend gegenüber anderen Herstellern ganze Arbeit geleistet.

Fazit

Für alle die sparen wollen und trotzdem ein Smartphone mit Features der „Großen“ besitzen möchten, ist dieses Gerät optimal. Für einen fairen Preis wird hier Qualität auf einem guten Niveau geliefert. Abstriche muss man lediglich bei dem Sound machen, als Jukebox ist das ZTE Blade v8 leider nicht geeignet. Das Smartphone ist auf jeden Fall seinen Preis wert und erhält von mir eine Bewertung mit 4 von 5 Sternen aufgrund des dürftigen Launchers und dem „blechernen“ Sound.

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