Huawei Mate 10 Lite Leben ohne Limits?

Gleich im Anschluss an das honor 9 bekam ich das Huawei Mate 10 Lite zum Testen zugesandt. Auch wenn ich kaum hinterher komme mit tollen Gadgets und Smartphones, für Euch habe ich das Mate 10 Lite getestet und zeige Euch einmal dieses Gerät.

Das Unboxing

Wie Ihr sicher schon mitbekommen habt ( siehe honor 9 Artikel – Bereich Unboxing ), ist meine Festplatte mit den Videos zerstört, so dass ich derzeit keine Unboxing Videos posten kann. Deshalb auch an dieser Stelle die Unboxing Bilder.

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Wie bei Huawei als Standard bekannt ( ausgenommen Porsche Design ) kommt auch das Huawei Mate 10 Lite in einer edlen weißen Box aus Karton. Es beinhaltet das Smartphone selbst, eine Silikon-Hülle, eine Bedienungsanleitung, Ladekopf + -kabel, Kopfhörer sowie die Pin-Nadel zum Einsetzen der SIM- und SD-Karte.

Huawei Mate 10 Lite in Bildern & technische Details

Ich bekam das Huawei Mate 10 Lite in schwarz geliefert. Sehr edles Aussehen und verdammt groß. Das wuchtige 5,9″ Display lässt für Liebhaber großer Smartphones keine Wünsche offen.

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Nichtsdestotrotz liegt es sehr geschmeidig in der Hand. Etwas rutschig, aber mit der mitgelieferten Silikon-Hülle ist auch dieses Problem behoben und man gewöhnt sich sehr schnell daran. Schauen wir uns aber einmal die technischen Details an.

AbmessungenBreite: 75,2 mm
Höhe: 156,2 mm
Tiefe: 7,5 mm
Mögliche FarbenPrestige Gold, Graphite Black, Aurora Blue
Gewicht164 g
Display5,9 Zoll, Technologie:IPS,
FullView Display,
16 Millionen Farben, 2160 x 1080 px, 407 ppi
ProzessorHUAWEI Kirin 659 Octa-Core
Taktfrequenz4 x 2,36 GHz (Cortex A53), 4 x 1,7 GHz (Cortex A53)
BetriebssystemAndroid 7.0 + EMUI 5.1
Speicher intern4 GB RAM, 64 GB ROM
Speicher externmicroSD™-Karte bis zu 128 GB
Dual SIMNano-SIM + Nano-SIM
Netzwerk4G LTE: B1 / B3 / B5 / B7 / B8 / B20
3G UMTS: B1 / B5 / B8
2G GSM: B2 / B3 / B5 / B8
GPSGPS, AGPS, Glonass, BDS
Sonstiges Netzwerk- WiFi: 802.11 b/g/n, 2,4 GHz
- USB 2.0
- Bluetooth®: BT 4.2, unterstützt BLE
SensorenFingerabdruck, Kompass, Umgebungslicht, Näherung, Beschleunigung, Statusanzeige, SAR
Frontkamera13 MP + 2 MP ( Fotoaufnahmen: bis zu 4208 x 3120 px - Videoaufnahmen: bis zu 1920 x 1080 px )
Hauptkamera16 MP + 2 MP, AF, PDAF ( Fotoaufnahmen: bis zu 4608 x 3456 px - Videoaufnahmen: bis zu 1920 x 1080 px )
Audio*.mp3、*.mid、*.amr、*.awb、*.3gp、*.mp4、*.m4a、*.aac、*.wav、*.ogg、*.flac、*.mkv
Video*.mp4, *.3gp
Akku3.340 mAh - Standby: bis zu 550h - Sprechzeit: bis zu 20h
NFCnein

Entschuldigt bitte die Worte: WTF! Kein NFC? Das ist bei allen Herstellern mittlerweile Standard, wurde jedoch hier in der Lite Version des Mate 10 komplett entfernt. Nicht einmal ein Gyroskop-Sensor wurde hier im Gerät verbaut. Traurig, aber wahr!

Das Gameplay

Für das Gameplay habe ich diesmal nicht Asphalt 8, sondern Need4Speed Most wanted genutzt. Aber seht einfach selbst.

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass das Spiel bei mir leicht ruckte am Anfang. Mit der Zeit wurde es zwar besser, aber mit voller Auflösung finde ich das Handling unfahrbar. Mit niedrigerer Auflösung läuft dieses Spiel übrigens auch auf dem Mate 10 Lite flüssig.

Die Leistung + Antutu Benchmark

An dieser Stelle war ich richtig erschrocken. Ich habe schon etwas mehr Leistung von diesem Gerät erwartet. Die Mate Serie hat eigentlich einen sehr guten Ruf in Sachen Leistung und Akku. Das Resultat seht Ihr in den nachfolgenden Bildern.

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Gerade einmal nur 26% besser als andere Benutzer und Platz 51 im Gesamtranking zeigen, dass dieses Smartphone definitiv keine Powermaschine ist. Im Gegensatz zum großen Bruder „Mate 10“ wurde hier merklich an Technik & Kosten gespart. Es kann vielleicht sein, dass dies mit der Android Oreo Version besser wird, da diese aber erst in der Betaphase ist, wird das offizielle Update noch ein wenig auf sich warten lassen.

Betriebssystem und Oberfläche

Ausgeliefert wird das Mate 10 Lite mit Android 7 und EMUI 5.1. Die vorinstallierten Apps sind wie immer bei Huawei. Alle Android Standard-Apps und zusätzlich die hauseigenen wie HiCare, der Telefonmanager und HiGame, welche aber auf Bedarf auch via Einstellungen > Apps deaktiviert werden können ( da dies Systemapps sind, lassen sie sich nicht deinstallieren ).

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Die Oberfläche ( Launcher + Apps ) laufen flüssig im Gegensatz zu den Spielen. Man merkt weder ein „Rucken“ noch dauert es lange bis sich eine App öffnet. Hier scheint das Paket von Hard- und Software aus dem Hause Huawei wesentlich stimmiger zusammen zu arbeiten. Auch mit mehreren geöffneten Apps konnten wir keinen Leistungseinbruch feststellen.

Die Kamera

WOW! 4 Kameras wurden in dem Gerät verbaut. Ja Ihr hört richtig! 4 Stück! Neben der bekannten Dualkamera auf der Rückseite, wurde die Frontkamera ebenfalls mit einer Bokeh-fähigen Zweitkamera ausgestattet. Auch wenn die Kameras mit nur 13 + 2 MPixel ( mit einer f/2.0 Blende ) sowie 16 + 2 MPixel auslösen, ist es trotzdem problemlos möglich richtig gute Fotos zu „schießen“.

Auch der „2 Sekunden Bewegtbildmodus“ ist schon von anderen Geräten her bekannt und verleiht Euren Fotos das „ultimative Etwas“ und Lebendigkeit.  Nachfolgend seht Ihr eine kleine Bildergalerie mit der ich für Euch versucht habe den Bokeh-Effekt sowie Detailaufnahmen einmal „einzufangen“.

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Die Kamerasoftware empfand ich persönlich als perfekt. Ich musste nichts einstellen. Lediglich die Kamera öffnen und die große Blende aktivieren. Tolle Fotos zu erhalten indem man nichts vorher einstellen muss, war schon immer eine der Stärken von Huawei. Die 13 MPixel Frontkamera wird natürlich alle Fans der Selfie-Fotografie begeistern. Sie erzeugt wirklich sehr tolle Fotos auch bei schwachem Licht bzw. bei Nacht.

Die Akkuleistung – ein kleines Monster!

Meiner Meinung nach ist dies der größte Grund um zum Huawei Mate 10 Lite zu greifen. Der eingebaute 3.340 mAh starke Akku hält im Standby mehr als 500 Stunden ( ungetestet ) und die Sprechzeit beträgt bis zu 20 Stunden. Dies habe ich mit einem Telefonat und etwas Mathematik nachgerechnet. Was soll ich sagen? Ja! Dieses Smartphone ist für eine Lite Version ein kleines „Akkumonster“. Im Alltag bei normaler Nutzung ( ohne Gameplay ) hatte das Huawei Mate 10 Lite am Abend noch eine Restladung von 46 – 61%.

Nur wie sah es beim „Gaming“ aus. Dafür nutze ich gerne 2 Apps: Candy Crush Soda Saga und Huuuge Casino Slots. Beide Apps sind wahre „Akkufresser“. Dies merkte man auch an dieser Stelle. Bei beiden Apps konnte man zusehen, wie der Akku in die Knie ging. Pro 2 Minuten wurde 1% des Akku „verschlungen“. Somit erreicht man ein maximales Gameplay von nur 2 Stunden bei vollständiger Ladung. Also zeigte sich auch an dieser Stelle wieder deutlich, dass das Huawei Mate 10 Lite nicht für Gamer geeignet ist.

Der Fingerabdrucksensor

„I love it!“ Wie Euch sicher schon bekannt ist, liebe ich es wenn der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite ist. Ich bediene das Smartphone immer nur mit einer Hand ( was bei einem 5,9″ Display nicht immer einfach ist ). Bei dem Huawei Mate 10 Lite ist der Sensor rasend schnell und entsperrte das Gerät 10 mal von 10 Versuchen ohne Probleme. Die zusätzliche Möglichkeit den Sensor in den Einstellungen mit diversen Gesten zu belegen,  bietet mir die maximale Kontrolle über das Gerät mit nur ein paar kleinen Gesten.

Der Sound

Der Sound ist akzeptabel. Er wirkt an manchen Stellen etwas blechern, ein wirklich schönes „Video Feeling“ erhält man da eher durch die Farben als durch den Ton. Über Kopfhörer sieht dies aber schon ganz anders aus. Hier ist der Sound absolut stimmig und lädt dazu ein stundenlang Musik zu hören.

Unser Fazit

Für derzeit 275,00€ statt 349,00€ ist dieses Smartphone für alle die zu empfehlen, die ein ausdauerndes Handy mit einem großen Display haben möchten. Gamer kommen hier in keinster Weise auf ihre Kosten, für diese Personen würden wir doch eher das honor 9 empfehlen. Für die normalerweise stolzen 349,00€ haben wir in drei Bereichen etwas mehr erwartet. Das Gehäuse aus Plastik empfinden wir trotz Lite Version doch etwas zu „billig“. Trotz 4GByte RAM und einem vernünftigen Prozessor reicht die Leistung nur für den Alltag aus und bei der Kamera wurde bei anderen Herstellern schon oft bewiesen, dass auch eine 20 MPixel Dualkamera für diesen Preis möglich ist. Der fehlende Gyroskop-Sensor sowie das fehlende NFC machen für mich das Handy eher zum Außenseiter und würde mich zwangsweise dazu zwingen eines der „Nicht Lite“ Versionen zu kaufen.

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Bilder: techexplorer.de und huawei.com

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